Überschrift

 

 

Etwa 55 Mannschaften nehmen am Reichstreffen teil, man hatte mit etwas mehr gerechnet, sollen in nüber 100 thüringischen Städten ihr Können werbend präsentieren, Fichte Nord Apolda, Borussia in Erfurt, Zernsdorf in Erfurt
WaW 10. 6. 1930
40.000 in Erfurt und Thüringen, Sonnabend und Sonntag, Treppe zum Dom voll mit roten Sportlern, auf dem Kongress mit 800 Delegierten aus IG KG, wohl Sonnabend
Pfingsten 1930 I. Reichstreffen der KG in Erfurt
Sonnabend, d. 7. 6. im Reichshallen-Theater Eröffnung des Reichskongress der IG, 800 Delegierte von Verbänden und Vereinen, Redner Florin vom ZK der KPD, Wilhelm Pieck von der RHD, 
Am Sonntag Kampfaufmarsch der roten Sportler, zentraler Kundgebungsplatz Friedrich-Wilhelm-Platz vor dem Dom, wo Thälmann zur Begrüßung der 40.000 Sportlern spricht, kein Ärger mit der Polizei, Schupo nur an Verkehrsknotenpunkten, Rest regeln KG-Leute
Teilnehmerzahlen werden so wiedergegeben: Vorwärts 14.000, Telegraphen-Union 20.000, Mitteldeutscher Sender 30.000, Weimarer Polizeibericht 40.000
In 85 thüringischen Ortschaften liefern sich insgesamt 350 Mannschaften aus dem ganzen Reich Spiele, davon 80 Berlin-Brandenburger

 

 

Rote Heeresschau in Erfurt
 
Zu Pfingsten fand in Erfurt das 1. Reichstreffen der oppositionellen Arbeitersportler statt. Aus Berlin und Umgebung reisten dazu rund 10.000 Sportler an, fast alle per Lastwagen, was am kostengünstigsten war. In 85 thüringischen Ortschaften warben 350 Fußball-Mannschaften aus dem ganzen Reich mit Gesellschaftsspielen für Rot-Sport. Die MSV war mit Dutzenden Fußballteams im Einsatz. Das Treffen begann mit einer Konferenz der IG-Landesleiter. Am Sonnabend wurde im Erfurter Reichshallentheater vor 800 Delegierten der 1. „Kampfkongress der Roten Sportler Deutschlands“ eröffnet. Als prominente Redner traten Wilhelm Florin vom ZK der KPD und Wilhelm Pieck (KPD, Rote Hilfe Deutschland) auf. Ins 14köpfige Präsidium wurden aus Berlin Fritz Kirsch, Alwin Nitschke, Georg Friedmann und Lisa Klinke gewählt. Als großen Erfolg vermeldete man die Zahl von 150.000 Sportlern, die „von der Interessengemeinschaft nicht als eigener Verband, aber als proletarische Kampfgemeinschaft, erfasst sind.“. Als weitere Ziele setzte sich die IG den flächendeckenden Aufbau arbeitsfähiger Landesleitungen, die Zentralisation ihrer Vereine, zahlenmäßiges Wachstum, dies vor allem durch die Gewinnung von mehr Jugend und Frauen, eine Versicherung für alle angeschlossenen Sportler, die Herausgabe einer reichsweiten Zeitung und Kampf  Konkurrenz gegen den Firmen- und Behördensport. 
1909 hatte die Glühbirnen produzierende Auer-Gesellschaft den ersten Berliner Firmen-Sportverein gegründet. Mit dem Sportboom der 20er Jahre entstanden immer mehr Sportzirkel in den unterschiedlichsten Betrieben und Behörden. Egal ob Versicherungen oder Verkehrsbetriebe, Strom-, Gas- oder Wasserversorger, Polizei und Post, sie alle wandten für den Sport beträchtliche Mittel auf und nahmen auch am normalen Punktspielbetrieb teil. Dies diente der Imagepflege, zur Hebung des Betriebsklimas und der Gesunderhaltung der Arbeitskräfte. Die alteingesessenen Vereine fühlten sich oft an den Rand gedrückt, weil größere Betriebs- und Behördenvereine schnell auf Hunderte und Tausende Mitglieder kamen. Außerdem konnte der Werksport mit Arbeitsstellen locken und warb dadurch viele gute Sportler ab. 
Der Arbeitersport sah in den Werksportvereinen ausschließlich Einrichtungen zur Profitmaximierung und zur Korrumpierung der Arbeiter, um sie von der proletarischen Bewegung fernhalten. Als Mittel zum Kampf gegen „Werksport und Werksfaschismus“ galt seit dem Erfurter Treffen die Bildung roter Betriebssportgruppen, die in enger Gemeinschaft mit der KPD-nahen Revolutionären Gewerkschaftsorganisation kämpfen sollten.
Am Sonntagvormittag marschierten Zehntausende zum Erfurter Domplatz. Die Domtreppe war mit roten Sportlern vollbesetzt, als zur Hauptkundgebung um 12 Uhr der KPD-Vorsitzende Ernst Thälmann sprach. Er nannte als Aufgaben des Arbeitersports den Kampf gegen den Young-Plan, gegen deutsche Kriegspolitik und für die Verteidigung der Sowjetunion, „Den schärfsten Kampf gegen die faschistischen Werksportvereine, gegen die reaktionären bürgerlichen Sportverbände, in denen die Faschisierung und Militarisierung der proletarischen Jugend betrieben wird!“ 
Da die Teilnehmerzahlen von Großveranstaltungen der oppositionellen Arbeitersportler oft unglaubwürdig wirkten, machte die KPD-Presse diesmal folgende Aufstellung: Der sozialdemokratische Vorwärts gab 14.000 Erfurt-Teilnehmer an, die Nachrichtenagentur Telegraphen-Union meldete ihrer 20.000, der Mitteldeutscher Sender erhöhte auf 30.000, und im Weimarer Polizeibericht stand schließlich etwas von 40.000 Teilnehmern, was sich mit den IG-Angaben deckte. 
Der Film zum Reichstreffen, „Rot Sport in Erfurt“, hatte am 25. Juli 1930 im Berliner Kino Babylon seine Uraufführung. Im September benannte sich die Interessengemeinschaft um in Kampfgemeinschaft für rote Sporteinheit, kurz KG.

 

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