Fußball-Meisterschaften und Länderspiele in ATSB und KG

 

Zum Meisterschaftsmodus

 

Das Prozedere der ATSB-Meisterermittlung ähnelte dem damaligen Modus der DFB-Meisterschaft. Zunächst wurden in Punktspielen die Meisterschaften der rund 100 ATSB-Fußballbezirke ausgespielt. In vielen Bezirken gab es mehrere Staffeln, deren Sieger sich zu Bezirksendspielen oder -endrunden trafen. Die dabei gekürten Bezirksmeister eines ATSB-Kreises ermittelten in weiteren ko.- oder Punktrunden ihren jeweiligen Kreis-Meister.

Diese alljährlich etwa 15 Kreismeister wurden  nach geographischen Gesichtspunkten zur Ermittlung von vier Verbandsmeistern in entsprechende Kreisverbandsmeisterschaften eingeteilt.

Die darin ermittelten vier Verbandsmeister bestritten schließlich die eigentliche Bundesmeisterschaft. Es gab zwei Vorrundenspiele, deren Paarungen nicht ausgelost, sondern zwecks Vermeidung unnötiger Reisekosten vom Fußballausschuss des ATSB in Leipzig angesetzt wurden. Bei Unentschieden nach Verlängerung gab es ein Wiederholungsspiel. Fälle einer zweiten Wiederholung oder erforderlich gewordener Losentscheidungen kamen nicht vor.

Die beiden Sieger zogen ins Bundesendspiel ein. Alle 13 Bundesendspiele wurden in der regulären Spielzeit entschieden. 1923 gab es eine Endspielwiederholung wegen Protest, die aber am Ausgang der Meisterschaft nichts änderte.

Die 1931 und 1932 ausgetragene Reichsmeisterschaft der Kampfgemeinschaft für rote Sporteinheit liefen im Wesentlichen nach dem selben Muster ab.

 

 

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© Christian Wolter